Die dunkle Realität hinter 'geschlechtsbejahender Fürsorge'

Mit 16 Pubertätsblocker, mit 17 Testosteron – obdachlos. Mit 22 die Rückumwandlung. Das Versprechen war Glück; die Realität waren Knochenschwund, Depressionen und ein für immer veränderter Körper.

Überblick

Ciara Bell berichtet, wie sie mit 16 Jahren nach Jahren homophober Mobbingerfahrungen und Einflüssen von Transgender-Themen im Internet eine der ersten Minderjährigen wurde, die in der Tavistock-Klinik Pubertätsblocker erhielt. Die Blocker verursachten schwere Nebenwirkungen – Depressionen, Schlaflosigkeit, Knochendichteverlust – gefolgt von Testosteron mit 17 Jahren, als sie obdachlos und ohne Unterstützung war. Mit 22 Jahren detransitionierte sie, gewann später einen wegweisenden Gerichtsfall gegen die Klinik und warnt nun davor, dass die medizinische Transition ein falsches Versprechen sei, das sie mit irreversiblen Veränderungen und dauerhaften Schäden zurückließ.

Vollständige Video-Zusammenfassung

Ciara Bell, die 26-jährige Detransitionerin, die in der Folge porträtiert wird, schildert ihren Weg von einer wilden Kindheit über die medizinische Transition bis hin zur schließlichen Detransition. Sie erinnert sich, dass sie mit 12 Jahren bereits das Gefühl verinnerlicht hatte, „dass etwas mit mir nicht stimmt“ – ein Gefühl, das durch das homophobe Klima an ihrer Schule in den Jahren 2011-2012 noch verstärkt wurde. Als sie online auf Trans-Communities stieß, kam sie zu dem Schluss, dass eine Transition „der beste Weg“ sei, und wurde mit 16 von ihrem örtlichen NHS-Dienst an die Tavistock-Klinik überwiesen. Dort wurde sie „eine der ersten“ Minderjährigen, die Pubertätsblocker erhielten, nachdem die Klinik gerade das Mindestalter gesenkt hatte. Sie beschreibt die Blocker als „schrecklich“: Sie verursachten Nachtschweiß, verschlimmerten Depressionen, Schlaflosigkeit und Knochendichteverlust, der hochdosiertes Vitamin D erforderte. Obwohl sie mit 17 technisch gesehen obdachlos war und in einem Jugendwohnheim lebte, begann sie mit Testosteron; die ersten Spritzen fühlten sich wie „eine Erleichterung“ an, doch nach fünf Jahren begann die „Fassade langsam zu bröckeln“. Mit 22 detransitionierte sie. Ciara erwähnt auch, dass sie am polyzystischen Ovarialsyndrom (PCOS) leidet, das bei ihr am UCLH diagnostiziert wurde und bereits ihren natürlichen Testosteronspiegel erhöht sowie während der Pubertät eine Vermännlichung bewirkt hatte. Sie glaubt, dass Kliniker PCOS mit Transsein verwechselten, und merkt an, dass „viele Transmänner, die hierherkommen… oft PCOS haben“. Ohne Blocker und Testosteron haben sich ihre Eierstöcke „wieder erholt“, die Körperbehaarung hat sich verringert, das Fett hat sich neu verteilt, und ihre Stimme ist etwas weicher geworden, obwohl sie akzeptiert, dass sie „niemals wieder als Frau gelesen werden wird“ und stolz darauf ist, „als maskuline Frau und maskulinisierte Lesbe zu existieren“. Das Gespräch wendet sich dann dem Gerichtsverfahren zu, das Ciara 2020 gegen Tavistock anstrengte – während sie sich noch „völlig verloren“ fühlte, ohne Therapie oder familiäre Unterstützung. Der Sieg in dem Fall katapultierte sie ins Rampenlicht, opferte ihre Privatsphäre und machte sie zum „Spielball“ sowohl radikalfeministischer als auch später konservativer Gruppen, die versuchten, sie „als radikale Feministin zu labeln“ oder ihre Geschichte für politische Zwecke zu instrumentalisieren. Sie warnt potenzielle Detransitioner davor, mit solcher Instrumentalisierung zu rechnen, und rät ihnen, sich vor einer öffentlichen Stellungnahme verlässliche Unterstützung zu sichern. Heute, zweieinhalb Jahre nach ihrem Rückzug aus Aktivistenkreisen, wählt sie ihre Auftritte sorgfältig aus, konzentriert sich auf den Aufbau eines normalen Lebens und anerkennt die praktischen Schwierigkeiten – wie die Nutzung öffentlicher Toiletten –, mit denen detransitionierte Frauen konfrontiert sind.