Detransitioner (Ex-Trans) diskutieren die Realitäten der „geschlechtsbejahenden Fürsorge“
Eine doppelte Mastektomie hätte Soren fast das Leben gekostet, bevor sie erkannte, dass der medizinische Weg auf Ideologie und nicht auf Wahrheit basierte. Die Schäden durch die Transition sind lebenslang—flache Brust, veränderte Stimme, kein Zurück mehr.
Überblick
Soren Aldaco erzählt, wie Jahre auf Testosteron und eine doppelte Mastektomie sie fast das Leben kosteten, bevor sie ihre Transition rückgängig machte. Sie führt ihren Übergang auf soziale Schwierigkeiten in der Kindheit und Online-Räume zurück, die eine alles erklärende Trans-Erzählung boten. Der entscheidende Bruch kam, als sie „Detrans-Fetisch“-Inhalte konsumierte und ein geschlechterkritischer Beitrag sie dazu zwang, zu akzeptieren, dass „Frau = weiblich und das war’s“. Heute appelliert sie an Eltern, Resilienz bei geschlechtsnonkonformen Kindern aufzubauen, anstatt vorschnell medizinische Lösungen zu suchen.
Vollständige Video-Zusammenfassung
In diesem zweiten Teil des Interviews von Maya Poet mit Soren Aldaco erzählt Soren, wie sie von einer trans-identifizierten Frau unter Testosteron – die bereits eine doppelte Mastektomie hinter sich hatte, die sie fast das Leben gekostet hätte – schließlich zur Detransition gelangte. Sie beschreibt diese Veränderung als „ein bisschen von allem“: medizinisches Trauma, intellektuelle Erkenntnis, familiäre Wiederverbindung und sogar eine zufällige Erleuchtung, die sie hatte, als sie auf Tumblr „Detrans-Fetisch“-Inhalte konsumierte. Der entscheidende Moment kam, als sie einen genderkritischen Post las, in dem stand: „Frau = weiblich, und das war’s.“ Mitten in einem sexuellen Rollenspielszenario erkannte sie plötzlich, dass die „TERFs“, die sie zuvor abgetan hatte, eine Wahrheit aussprachen, der sie sich in anderen Lebensbereichen verweigert hatte. Von diesem Punkt an konnte sie die Dissonanz zwischen ihrem Körper und der von ihr übernommenen Ideologie nicht mehr ignorieren. Soren führt die tieferen Wurzeln ihrer Transition auf eine von sozialen Schwierigkeiten geprägte Kindheit und auf die Isolation in Online-Räumen zurück – insbesondere Tumblr-Cosplay- und Fandom-Communities, in denen breite, horoskopähnliche Kriterien für „trans“ zu sein eine allumfassende Erklärung für jugendliches Unbehagen boten. Die COVID-Lockdowns verstärkten diese Dynamik: Als bereits online unterrichtete Schülerin begann sie 2020 mit Testosteron und stellte fest, dass die pandemiebedingte Unterbrechung normaler Sozialisation die Trans-Erzählung noch attraktiver machte. Als die Universitäten 2021–2022 wieder öffneten, bemerkte sie, dass die sozialen Fähigkeiten aller gelitten hatten, was das Spielfeld ebnete und es ihr ermöglichte, sich neu zu sozialisieren, ohne das gleiche Gefühl des Scheiterns, das sie einst zur Transition getrieben hatte. Kurse in Soziologie und Anthropologie an der Universität deuteten ihr Unbehagen dann als Problem der Sozialisation und nicht der Identität und überzeugten sie, dass ihr Unwohlsein mit dem Frausein ähnlich verlernbar war wie ihre frühere Schwierigkeit mit Augenkontakt. Beide Frauen diskutieren, wie Detransition oft fälschlicherweise als einfache Umkehr dargestellt wird, obwohl sie in Wirklichkeit ideologische Distanzierung, körperliche Veränderungen, die nicht rückgängig gemacht werden können, und komplexe emotionale Abwägungen in Bezug auf Reue beinhaltet. Soren betont, dass sie „immer materiell trans“ sein wird: Ihre Mastektomie und die Jahre unter Testosteron haben ihren Körper dauerhaft verändert. Sie und Maya sind sich einig, dass die Kategorien „Desister“, „Detransitioner“ und „Bereuende“ besser als überlappende Punkte auf einem Spektrum betrachtet werden sollten und nicht als starre Schubladen. Sie schlagen vor, die binäre Unterscheidung zwischen medizinischen und nicht-medizinischen Maßnahmen durch „Hightech“- und „Lowtech“-Interventionen zu ersetzen – wobei Binden und soziale Transition Lowtech-Schritte sind, die häufig zu Hightech-medizinischen Maßnahmen führen. Abschließend teilt Soren die Lehren, die sie aus dieser ganzen Reise gezogen hat: Höre auf die körperliche Intuition, akzeptiere, dass Geschlechtsunterschiede real und nicht von Natur aus unterdrückend sind, und erkenne, dass Sprache sowohl mächtig als auch begrenzt ist. Sie appelliert an Eltern, gender-nonkonforme Kinder auf soziale Reibung vorzubereiten, ohne ihr Verhalten zu pathologisieren oder vorschnell medizinische Lösungen zu suchen. Ihrer Ansicht nach sind Resilienz und realistische Erwartungen schützender als ideologische Bestätigung.